„Fokusgruppengespräch – Die Zukunftswerkstatt“ im House of Resources

Am Mittwoch, den 22.08.18 luden wir, das Team von House of Resources, gemeinsam mit dem IMAP-Institut Düsseldorf zu einem Fokusgruppengespräch ein.

Wir hatten insgesamt Vertreter*innen von 8 Gruppen, Vereinen oder Willkommensbündnissen, die Projektanträge bei uns gestellt haben und 2 Vertreter*innen von neugegründeten Migrantenvereinen. Zu einigen haben wir einen engen Kontakt, bei anderen war es „nur“ ein Projektantrag. Trotzdem waren wir von dem positiven Feedback angenehm überrascht.

Nach Begrüßung, Vorstellungsrunde und einem kurzen Input über die Situation im Landkreis Bautzen und unserer Arbeit wurden Wünsche und Bedarfe der Fokusgruppen abgefragt.

Die Gruppen und Vereine, welche von oder mit Geflüchteten oder Migranten arbeiten, hatten folgende Punkte angesprochen:

  1. Projektanträge müssten noch niedrigschwelliger sein, mit einfachen Formulierungen. Gewünscht wurde eine Antragswerkstatt, um zu üben, auf was man bei Projektanträgen achten muss. Das ist insbesondere bei Antragsteller*innen von Geflüchteten- und kleinen Migrantengruppen und –vereinen wichtig.
  2. Wunsch nach Schulungen und Workshops (Fortführung Neue Deutsche Medienmacher, Ausländerrecht, Integrationsworkshop)
  3. Wunsch nach Begegnungs- und Vernetzungstreffen, Austauschmöglichkeiten, Runde Tische im Landkreis Bautzen (Austausch, Runder Tisch der Willkommensbündnisse, aber auch Zusammenführen von aktiven Migranten)
  4. Es werden Räume gebraucht, wo sich Menschen treffen können, doch dauerhaft können wir keine Mietkosten übernehmen. Nur punktuell über Projekte.
  5. Förderzeiträume immer nur begrenzt, keine langfristige Planung möglich

Prinzipiell sagten alle Vertreter*innen, dass im Landkreis Aufbauarbeit mit Geflüchteten und Migranten nötig ist. Alle waren sich einig, dass die Situation im ländlichen Raum eine andere ist, nicht mit Großstädten vergleichbar. Dazu ist eine längere Vorlaufzeit nötig, um aktive Geflüchtete und Migranten hier zu halten.

Wir brauchen neue Formen, um unsere Zielgruppe Migranten besser zu erreichen. Nicht nur durch Workshops und politische Aktionen, sondern durch Begegnung, persönliche Kontakte und interkulturelle Feste. Der Landkreis Bautzen hat eine große Chance, ein House of Resources als Mikroprojektförderer von kleineren Migrantengruppen zu haben. Das hat bis Mitte 2019 ein sehr großes Potenzial.